20081215

an jedem verdammten sonntag. . .

ich hasse sonntage!das mal als erstes. ich weiß ja nicht wie es euch da draußen geht, aber bei mir ist es so, und ich sehe auch keine besserung in sicht.
das hat zum einen damit zu tun dass ich streng evangelisch erzogen worden bin, und ich deshalb eigentlich zuhause sein sollte anstatt in der arbeit, und zum anderen weil ich das gefühl hab die menschen mutieren an sonntagen zu höchst seltsamen, unfreundlichen, und durchgedrehten wesen. ich weiß nicht woran es liegt, aber viele dieser wesen scheinen alle aus der gleichen region zu kommen.woran ich das merk? na is doch klar, an der begrüßung;
-schönen guten abend ( ich )
-bier! ( der gast )
ich bin ja nett und versuch mein glück erneut. kann ja sein dass er mich einfach nicht verstanden hat.
-schönen guten abend ( ich )
-bier! ( der gast ) schon leicht irritiert. weil er wohl denkt, ich hab ihn nicht verstanden
da ich aber ein sehr geduldiger mensch bin, und auf besserung hoffe, wiederhol ich mich nochmal
-schönen guten abend ( ich )
-EIN BIER! ( der gast, in einem leicht gereizten tonfall )
und jetzt kommen wir zur königsdisziplin. entweder man zieht den schwanz ein, und bringt einfach sein bier, und lässt den guten mann denken man sei einfach nur zu blöd gewesen seine bestellung entgegen zu nehmen, oder man ziehts durch und glaubt an das gute in dem gegenüber.
-schönen guten abend ( ich, mittlerweile nur noch mit einem aufgesetzten lächeln )
und siehe da:
-oh, guten abend, entschuldigug. ich hätte gern ein bier bitte.( der gast )
- sehr gern (ich, wieder mit einem natürlichem lächeln )
nach ewigen malen einer solchen konversation, hab ich nun die lösung für dieses problem. es ist so einfach dass ich mich ärger dass mir das nicht früher eingefallen ist.
es ist ein 3 punkte plan, der ausgearbeitet wie folgt aussieht:
  1. weltmacht übernehmen
  2. alle radio und fernsehstationen an mich reißen
  3. 24 std am tag, in allen sprachen, in allen ländern verhatensregeln für gäste senden
genial oder?

doch was wäre wenn. . .
wenn diese läute nicht mehr meinen tresen besuchen würden.
wenn keiner mehr um hab zwölf uhr abend mit einer riesen flieger sonnenbrille auftaucht, sich gäste hinter vorhängen verstecken, zwei wildfremde gleichzeitig an einer frau rummachen, um die wette pfeifen mit imaginären freunden, sich inerhalb von 20 min eine halbe flasche wodka und 4 bier reinhauen und sich wundern warum man denn betrunken sei.
was wäre wenn. . .
LANGWEILIG wär es. und doch manchmal wünschenswert.
und wo wir uns grad in der weihnachtszeit befinden werd ich das wohl auch auf meinem wunschzettel vermerken.
naben all den alltäglichen sachen wie auto, haus und boot, wird ganz groß stehen:
PROFESSIONELLE GÄSTE.

Kommentare:

Arnd Henning Heißen hat gesagt…

Aber GENAU die Gäste machen den Unterschied und regen uns auf aber freuen uns umso mehr weil es Spaß macht darüber zu reden....es ist Vollmond!!!

Ich sag nur Tequila Sunrise mit Hibiskusblütensirup................

Thorsten Pannek hat gesagt…

Genau in dem moment regen sie uns auf, aber ein paar Tage später können wir darüber lachen oder gar schreiben und andere zum Lachen bringen ;-)

Prost

Jens Gröning hat gesagt…

Wenn die Sachlage nicht so eindeutig ist, wie von Dietmar beschrieben, kann man sich aber auch mal irren...

...so wie ich, als vor etwa einem Jahr ein Gast ins Lokal kam und sich schnurstracks an den Tresen stellte. Immerhin fand eine freundliche Begrüßung statt, aber noch bevor ich ihm die Karte reichen konnte, bestellte er ein Bier. Ich dachte mir, wow, wieder einer der ungeduldigen Sorte. Ich fragte höflich:
"Möchten Sie sich nicht vielleicht erstmal in Ruhe setzen?" Worauf er recht trocken entgegnete:
"Warum? Muss ich dafür sitzen ?"
1:0 für den Gast, dachte ich mir.

Genau dieser Gast ist übrigens heute mein Lieblings-Pilot, der mir die Köstlichkeiten dieser Welt einfliegt und sein Bier immernoch am liebsten bei mir am Tresen zu sich nimmt - stehend versteht sich...