20091221

für die stade zeit


ich finde traditionen sollte man weiterleben lassen.
nachdem ich es letztes jahr schon gepostet hab, tue ich es dieses jahr mit dem größten vergnügen wieder, denn es ist eine der schönsten geschichten die ich kenne. zugleich wünsche ich euch allen eine gesegnete und schöne weihnachtszeit, viel glück, gesundheit und freude im herzen.

-euer karpatendimi-

und hier ist die geschichte :


Der Brief der kleinen Virginia

Vor über 100 Jahren schrieb die achtjährige Virginia O'Hanlon aus New York an die Tageszeitung "Sun" folgenden Brief:

Ich bin acht Jahre alt. Einige von meinen Freunden sagen, es gibt keinen Weihnachtsmann. Papa sagt, was in der "Sun" steht, ist immer wahr. Bitte, sagen sie mir: Gibt es einen Weihnachtsmann?

Die Sache war dem Chefredakteur Francis P. Church so wichtig, dass er selbst antwortete, und zwar auf der Titelseite der „Sun“:

Liebe Virginia, Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur, was sie sehen. Sie glauben, daß es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt. Solcher Ameisenverstand reicht nicht aus, die ganze
Wahrheit zu erfassen und zu begreifen. Ja, Viriginia, es gibt einen
Weihnachtsmann.

Es gibt ihn so gewiß wie Liebe und Großherzigkeit und Treue. Weil es all das gibt, kann unser Leben schön und heiter sein. Wie dunkel wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe! Es gäbe dann auch keine Virginia, keinen Glauben, keine Poesie, gar nichts, was das Leben erst erträglich machte. Ein Flackerrest an sichtbarem Schönen bliebe übrig. Aber das Licht der Kindheit,
das die Welt ausstrahlt, müßte verlöschen.
Es gibt einen Weihnachtsmann.
Sonst könntest Du auch den Märchen nicht glauben. Gewiß, Du könntest Deinen Papa bitten, er solle am Heiligen Abend Leute ausschicken, den Weihnachtsmann zu fangen. Und keiner von ihnen bekäme den Weihnachtsmann zu Gesicht - was würde das beweisen? Kein Mensch sieht ihn einfach so. Das beweist gar nichts. Die wichtigsten Dinge bleiben meistens unsichtbar. Die
Elfen zum Beispiel, wenn sie auf Mondwiesen tanzen. Trotzdem gibt es sie.

All die Wunder zu denken, geschweige sie zu sehen, das vermag nicht der Klügste auf der Welt. Was Du auch siehst. Du siehst nie alles. Du kannst ein Kaleidoskop aufbrechen und nach den schönen Farbfiguren suchen.

Du wirst einige bunte Scherben finden, nichts weiter. Warum? Weil es einen Schleier gibt, der die wahre Welt verhüllt, einen Schleier, den nicht einmal alle Gewalt auf der Welt zerreißen kann. Nur Glaube und Poesie und Liebe können ihn lüften. Dann werden die Schönheit und Herrlichkeit dahinter auf einmal zu erkennen sein. "Ist das denn auch wahr?" kannst Du fragen.
Virginia, nichts auf der ganzen Welt ist beständiger. Der Weihnachstmann lebt, und ewig wird er leben. Sogar in zehnmal zehntausend Jahren wird er dasein, um Kinder wie Dich und jedes offene Herz mit Freude zu erfüllen.

Frohe Weihnacht, Virginia.

Dein Francis P. Church


Der Briefwechsel zwischen Virginia O'Hanlon und Francis P. Church stammt aus
dem Jahr 1897. Er wurde über ein halbes Jahrhundert bis zur Einstellung der
"Sun" 1950 alle Jahre zur Weihnachtszeit auf der Titelseite abgedruckt

20091203

Klugscheiß ik hör dich trapsen

heute nacht zum wiederholten male über wichtigtuerei in unserer branche eine diskussion geführt, und wenn ich ehrlich sein soll, war es eher ein lästern. was absolut nicht mein ding ist. ich sag gern den leuten direkt was ich von ihnen halte. Sofern ich die gelegenheit habe sie persönlich zu treffen. Doch es gibt sie immer wieder , die wichtigmacher, die klugscheißer, die, mein wort zählt am meisten, ich und nur ich habe recht, alles was du sagts is mir egal denn ich weiß dass es so ist wie ich es sage, menschen! Und ich rede hier nicht von gästen, nein ich rede hier vom klugscheiß bartender XY.
Derjenige der gleich einen steifen bekommt wenn er dir mal erzählen kann was sache ist.
So meint er zumindest.
Jungs, mal ganz ehrlich, wenn in der schulzeit keiner mit euch spielen wollte, dann hat das auch sein grund ! nur weil ihr jetzt 50 bücher von jerry und diversen anderen leuten dahein rumstehen habt, an allen nur möglichen wettbewerben teilnehmt und ihr hinz und kunz kennt, muss das noch lang nicht bedeuten dass wir heutzutage mit euch spielen wollen.
Nein, mich interessiert nicht dass du schon am backwahren grand-prix und am dödelcup teilgenommen und gewonen hast, nein mich interessiert es nicht dass du für die firma dick und doof nen signature drink erfunden hast, oder das dass du nen infusion mit kartofefelchips und alten waschlappen angesetzt hast und eine drink daraus gezauber hast, der die leute dazu verleiten lässt arabische frauen einfligen zu lassen um dir rund um die uhr die füße zu küssen.
verdammt nochmal. genieß doch einfach den abend ! du sitzt da seit drei stunden und bestellst dir klassische drinks in allen variationen und jedes mal mit dem kommentar, ; ach so machst du das , na also ich mach das ja so…
Ja genau, DU!
gibt es den gesetzte für die art und weise wie ich mein drink zubereite? also falls ich was verpasst hae, bitte ich umgehend um berichterstattung.
am ende des abends weiß ich nun was du die letzten fünf jahre gemacht hast, auf welchen veranstaltungen du warst, welche wettbewerbe du besucht hast, ( wo ich doch sooooo ein großer freund bin von wettbewerben) und ich weiß welche firma dich bereits gebrainwashed hat.
nun, nachdem du weg bist, stell ich mir folgende fragen :
Wer bist du eigentlich??? was machst du hier? ich kenn deine geschichte, aber DICH, kein stück. Du typ warst nun fast viel stunden bei mir, und ich hab nicht die geringste ahnung wer du bist, was du gerne magst, ob du eine freundin hast, wo du her komnmmst, was dich zu m mir geführt hat oder geschweige denn wie dein name ist.
Vom ersten augenblick an meines tresen- daseins, habe ich mir professionelle gäste gewünscht, die verstehen wie wir ticken, und dass dies mehr als nur ein aushilfsjob ist( hannes, du bist natürlich absolut außen vor ) und diverse andere sachen, ihr wisst was ich mein.
Doch wenn ich dann sowas erlebe, naja, ich weiß ja nicht.
Könnt ihr denn nicht einfach den abend entspannt genießen, euch erfeuen an dem tollen ambiente, an den guten drinks und euch freuen da zu sein. Seit doch froh darüber dass ihr was besonderes seid in diesem augenblick. Denn ihr werdet mit sicherheit mehr aufmersamkeit bekommen wie ein normaler gast. Genießt doch einfach mal und hört auf den besserwisser zu spielen, dann spiel ich in zukunft vielleicht auch mal wieder mit euch.

In diesem sinne .

20091026

Wirkung von Cocktailkirschen


Geehrte Leser,
Morgen, am 27. Oktober jährt sich der Todestag von "Steve 'Peregrin' Took" zum 29. mal, und deswegen beginnt dieser Eintrag mit einem kleinen Beitrag seiner GlamRock Band "T.Rex"



Was hat das ganze jetzt mit der Wirkung von Cocktailkirschen zu tun? Später...
Wir alle kennen diese quietschroten Plastikkirschen, die einem alles verkleben, und mit denen man einer gewissen Spezies Mensch eine Riesenfreude machen kann wenn man ihnen ein Glas voll von den Dingern serviert. Die einen lieben Sie, die anderen hassen sie. Und einige machen sie verantwortlich für den Niedergang der Cocktailkultur. Mir persönlich ist es ehrlich gesagt dramatisch wurscht. Ich bin eh kein großer Kirschen-Fan. Ob die Dinger frisch vom Baum sind, als essbare Plastikkirschen daherkommen, oder selbsteingelegte Maraska-Kirschen, wochenlang gebadet in Maraschino und kiloweise Zucker. Macht was ihr wollt mit den Dingern. An meinem Arbeitsplatz nutzen wir die liebevoll leuchtenden Plastikkirschen. Und die
besagten Mädels freuen sich, über 10 Stück am Stiel zu ihrem Drink, andere sagen von vornherein, das man die weglassen kann.
Einer unserer Gäste, der bisweilen durch beeindruckenden Konsum vom "Wiesnbier" und "Myers' Sour" hervorsticht kam bereits bei seinem allerersten Besuch mit einem "einen Myers' Sour, ohne Kirsche bitte" durch die Tür. Mittlerweile kennen wir diesen Spezialwunsch, und vergeuden kaum noch Obst an seinem Glasrand, aber erst gestern wurde mir bewusst wie ernst es ihm damit ist, und woher diese Kirschenphobie rührt. In einer Mail mit der Überschrift "Kreation des Teufels" schickte er mir den Link zum T.Rex Wikipedia Eintrag. Eines der
Gründungsmitglieder, der Percussionist "Steve 'Peregrin' Took" verstarb am 27. Oktober 1980. Und jetzt zur Überschrift. Der arme Tropf ist an einer Cocktailkirsche erstickt.
Daher morgen bei uns. Kirschen für alle die wollen, und keine Kirschen für die anderen.
In dem Sinne... Get it on!

20090929

am anfang war . . .

eine idee. die idee unsere erlebnisse die man mit lustigen und/oder mit seltsamen gästen hat zu teilen. geboren an einem münchener tresen beschlossen wir dies in angriff zu nehmen und nieder zu schreiben was uns wiederfährt. anfangs nur als eine plattform zum austausch zwischen uns ( marco und mir ) gedacht, vernachlässigten wir es recht schnell, da keiner so richtig wusste wozu, und überhaupt, es interessiert eh keinen.
als dann die erste welle mit web2.0 losging und man sich in allen ecken und enden des landes dem bloggen verschrieb, fing ich mich schnell an zu langweilen. ich fands einerseits toll dass ich jeden tag was zu lesen hatte, aber etwas fehlte mir. es langweilte mich recht schnell weil ich fast überall das gleiche zu lesen bekam. es wurden rezepte ausgekramt, neue produkte vorgestellt, aber es gab fast keinen der sich mal kritisch zu was geäußert hat, der mal seine gedanken freien lauf lies und das, fand ich schade. es gab berichterstattungen zu jedem event, aber nicht was davor, oder danach passiert ist. mich aber würde es interessieren. denn da werden doch die geschichten geschrieben die uns interessieren.
was ich damit sagen will ist, mich hat eben das drum rum neugirig gemacht, und das, was nicht überall geschrieben wird. eben das etwasandere. klar stellen
wir produkte vor, klar freut man sich wenn man als erstes ein neues produkt entdeckt und den anderen presentieren darf, keine frage, doch das machen wir, so hoffe ich, mit humor, und auf eine etwasander weise.
nun, die idee hinter dieser ganzen geschichte also war diejenige, einfach etwasanders zu sein.
be different war die devise für 2008 und somit entstand dieser blog. ich erstellte die seite und zeigte sie marco, und wir beide schwörten uns dieser seite mehr aufmerksamkeit und liebe zu widmen als wir es bei den anderen taten und ich denke das ist uns ganz gut gelungen bis dato.
denn was immer in vordergrund stehen sollte,
ist der spass an der sache, denn ohne spass, ist es nichts wert. nur wenn mir eine sache spaß macht, mach ich sie gern. und ganz ehrich gesat, mir ist es lieber einen „beitrag“ zu schreibne in drei monaten, in dem was vorkommt was mich wirklich beschäftigt und worüber ich nachdenke, mich beschäftige, oder besser gesagt, den ich für schreibenswert halte, als mich täglich über ein thema zu äußern dass mir voll am arsch vobei geht. warum ich das so deutlich schreibe, ist ganz einfach. es gibt viel zu viel davon!
mir fällt auf, dass ich teilweise schon beim lesen der überschrift die augen verdreh, und mir denk, ach du scheiße. und im nächsten augenblich befinde ich mich schon auf einer anderen seite.
nicht weil sie schlecht geschrieben worden sind, NEIN, sondern weil sie mich einfach nicht interssieren. das beste beispiel ist die geschichte vom tapferen schneiderlein, dass sich so entzückend über den herren mit der fledermaus auf der brust und dem dazugehörigen abend geäußert hat. weltklasse. mehr davon. unbedingt !!!
however, ich wollte nur kurz zeigen warum wir diese seite gegründet haben und warum auch so selten was geschrieben wird.
ich könnte natürlcih auch was über den weißbier-sour schreiben, den wir zur zeit im cortiina verkaufen, oder über die vorbereitung für den BCB, doch ich machs nicht. denn ich finde man muss nicht alles in die welt raustragen. und damit leite ich auch mein schlusswort ein, denn der text ist eh schon länger geworden als er sollte, und sage, so wie schon oft für die drinks verwendet, etwas umgebaut, aber dennoch war, write less but better.
euer dimi

20090903

liquid mountain - der berg ruft auf umwegen...

google maps sagt : münchen - meran in 3 stunden und 5 minuten.
ich sage : wir schaffen dass in 7 stunden !!! wie ? na ganz einfach. man macht eben alles a weng anders...
captain strainer, aka tom tom ( klaus st. rainer )leitete das unternehmen "liquid mountain" und fuhr mit "dem österreichischen franzosen"( christian rainer ) und dem karpaten ( meiner einer ) richtung meran. so dachten wir eigentlich. scheinbar hatte aber unser "bad-mobil" wohl einen anderen plan. kurz hinter der österreichischen grenze angekommen, stellte wir recht schnell fest, wir sind falsch. unseren angeregten unterhaltungen und natürlich auch der angenehmen beschallung, hatten wir es zu verdanken, dass wir alle drei nicht darauf geachtet haben in welche richtung diese reise geht. alles halb so schlimm, denn der stau der auf der gegenfahrbahn war, war nur einige kilometer lang. :-)
also bei der nächsten möglichkeit gewendet, den chiemsee zum zweiten mal gesehen und den stau mitgenommen, um dann, endlich angekommen in ITALIA, die nächste ausfahrt zu verpassen. sauber ! alles halb so schlimm, die nächste ausfahrt kommt eh bald, in ca 40 km, und dann wird alles gut.
40,1 km später, stellten wir zum wiederholten male fest; wir haben es zum wiederholten male geschafft, ie ausfahrt zu verpassen. sauber !
aber alles halb so schlimm, in ca 70 km kommt die nächste und alles wird gut. doch diese zwei, ich gebe zu, sehr lustigen aussetzer, veranlassten uns das navi nun doch auf laut zu stellen, um uns noch mehr umweg zu ersparen. das war auch gut so, denn sonst hätten wir nämlich nummer 3 auch verpasst. das war ne ganz knappe kiste.
ausfahrt genommen, alles wunderbar und auf dem weg zum treffen vor dem großen event.
chistian heiss hatte am abend zum lockeren beisammensein im "treff" eingeladen und wir wollten natürlich dieser einladung folgen. doch bis dahin war es noch ein langer weg...
nachdem wir mitlerweile schon diverse male von "hawkman"( alexander hauck ) angerufen und ausgelacht wurden, wegen unserem kleinen umweg den wir eingeschlagen haben, betrachteten wir die aufteilung der hotels via PDF. der franzose sollte in einem hotel das, pfandler alm, und oder, pfandler hof hieß, untergebracht werden. da das navi keine genaue angaben machen konnte, waren wir auf die altertümliche weise etwas zu finden angewiesen, und so fragten wir einen einheimischen nach dem weg, bzw. nach dem hotel. dieser sagte uns, er wäre einfach zwei ortschaften weiter auf der rechten seite. und tatsächlich befand sich zwei ortschaften weiter auf der rechten seite ein holzschild mit " pfandler alm, pfandler hof.
wir folgten diesem weg, denn strasse kann man nicht dazu sagen, richtung himmel. auf ca 2000 meter höhe und eine geschlagene halbe stunde später waren wir dann oben und stellten fest dass der pfandler hof, auf der pfandler alm, ein gasthaus ist, bereits zu hatte ( klar, mittlerweile war es schon weit nach 22 uhr) und nicht im geringsten mit einem hotel zu tun hatte. nun ja, bis auf den namen eben.
kurzerhand haben wir dann noch ein zimmer für den christian organisiert, um dann, nach 30 minuten abfahrt, fest zu stellen, das hotel befindet sich nur unlängst von der einfahrt, die wir genommen haben, auf der linken seite der straße. na danke auch. kurz vor 23 uhr und einigen lachern später, waren dann klaus und ich auch im hotel angekommen, wo all die anderen superhelden bereits auf uns warteten, und das weltraum-shuttle bereit war zum abheben.
nachdem wir unser zeug in lichtgeschwindigkeit ins zimmer gepfeffert haben, gings auf ins "treff" wo viele bekannte gesichter auf uns warteten, und was viel wichtiger ist, was zum essen!
nach diversen GT´s und einige platten südtiroler speck gings wieder richtung hotel, der nächtilchen ruhe wegen. diese idee wurde aber im hotel dann recht schnell zerschlagen, und so kam es, dass klaus uns noch ein unvergesslichen BLUE BLAZZER zubereitete, den ich so schnell nicht vergessen werde.
oh man, was für ein trip.
am nächten tag in der früh vom shuttle abgeholt, und auf die alm gebracht, gings auch schon los mit der veranstaltung.
ein kleiner bericht über den ablauf und das programm, schreibt klaus hier.
ich kann mich nur wiederholen und sagen: christian vielen vielen dank, dass du es ermöglicht hast, an diesm event teil zu nehmen, und hoffe es wird eine wiederholung geben.
super organisiert, top location, super tastings und natürlich, mein persönlicher favorit dieses events, die sterneköche die uns zum schluss noch verwöhnt haben. einzigartig !
wie klaus bereits erwähnt hatte, waren aus den eigenen reihen nicht allzuviele da. dies finde ich auch sehr traurig, denn eigentlich war dieses event ja für den südtroler raum gedacht, und genau diese sind nicht dort aufgetaucht. ich hätte mir gewünscht dass die umliegenden hotels dieses evtl als pflichtveranstaltung ( es sind nämlch so einige hotels da ) für ihre bartender sehen. doch scheinbar war dies nicht der fall.
schade, aber ich hoffe dass sich christian heiss und kollegen nicht davon entmutigen lassen, und ich nächstes jahr, hoffentlich diesmal auf direktem wege, wieder gast sein darf.

danke an captain strainer, hawkman, den franzosen, michi die matte, dem fr(eak)hof und natürlich christain heiss, der diesen trip erst ermöglicht hat.


20090817

100 Posts, Sausalitos und Beobachtungen...

Zum Anfang. herzlichen Glückwunsch an uns selbst. dies hier ist der 100. Post. Aus diesem Anlass ein kleines Gewinnspiel. Der Gewinn: eine Wasserfeste Fotokamera und eine kleine Extraüberraschung. Die Aufgabe zum Gewinnspiel am Ende es Posts.
Aber nun zu echten Inhalten: Ich war gestern im Sausalitos... (künstlerische Pause)
Angeregt durch den Beitrag in der neuen Mixology nahm ich mir nach 7 Jahren Abstinenz vor, das TexMex Lokal mal wieder zu besuchen. Vielleicht tut man dem ganzen ja Unrecht, und dort hat sich wirklich was getan in den letzten Jahren. Um es vorweg zu nehmen: Nein, hat es nicht.
Der Service war bestenfalls schlecht informiert. Bei jeder 2. Bestellung musste er selbst in die Karte schauen, um sich zu vergewissern, was man haben möchte. Aber er hat sich bei jeder offenen Frage informiert. Die Drinks (Tom Collins, John Collins, Basil Smash, Whiskey Sour, Cucumber Fresh) die unsere Gruppe hatte, waren allesamt sehr Limonadenähnlich. Die Säure schien durch Konzentrat und nicht durch frische Säfte verursacht, was einen leicht muffigen Geschmack verursachte. Beim Cucumber Fresh rechnete ich mit etwas erfrischendem (Gurke, Minze, Celery Bitters, Gin, Lime, Tonic und Zucker als Zutaten) aber es wurde sehr süß, und das Tonic stand wohl schon über Nacht offen irgendwo rum. Der Basil Smash hatte zwar Basilikum als Garnitur, aber ich hab nur am Ende ein leichtes Basilikumaroma schmecken können... als sich ein Blatt in den Strohhalm verirrt hatte. Aber als Gin Sour war es ganz ok.

Der im Sausalitos Magazin vorgestellte 100% natural Margarita war leider nicht zu bestellen. Das Rezept sei nur ein Vorschlag, um ihn zu Hause nachzumixen.
Was ich allerdings bemerken will, es ist richtig, das die Backbar sehr gut bestückt ist, auch mit hochwertigen Spirituosen, aber es würde mich mal interessieren, mit welcher Frequenz die Flaschen geleert werden.
Die Barkeeper schienen recht müde an diesem Sonntag Abend. Ich habe jedenfalls keinen Drink mitbekommen, der öfter als 2mal im Shaker hin und herbewegt wurde. Richtig erfrischend kalt kam jedenfalls kein Cocktail bei mir an.
Aber auch wenn mir überwiegend die Aspekte aufgefallen sind, die mir persönlich nicht so zugesagt haben, das Sausalitos hat bestimmt seine Berechtigung. Auch an einem Sonntag abend gut besucht, und einen guten Output. Auch wenn es vor allem ein sehr sehr junges Publikum, und größtenteils Touristen waren, die um uns herum saßen. Es hat sich in meinen Augen nicht wirklich viel getan in den letzten Jahren, aber weiterhin ist das Sausalitos in München anscheinend eine wichtige Adresse für das sehr junge Publikum. Die Gäste wachsen anscheinend nach. Würd mich freuen, wenn der ein oder andere Leser sich an dieser Stelle mal zu Filialen außerhalb Münchens äußern würde. Das gleiche Bild, oder doch ganz anders?

Ein paar weitere Dinge haben mich die Woche beschäftigt. Darf man ausfallend beleidigend werden wenn man sein Leben der Bar gewidmet hat? Ich denke nein. Auch wenn sich einige auf die Seite von Herrn Brandl stellen. Ich denke das es grad im schriftlichen Austausch immer grundsatz sein sollte, einen gewissen Anstand zu bewahren. Das war hier definitiv nicht der Fall, und die persönlichen Entgleisungen werden durch keinerlei Beistand von Bekannten besser.
Auch diesem Artikel stehe ich kritisch gegenüber, habe dies aber schon persönlich mit der Verfasserin besprochen, daher hier kein großer Kommentar. Nur soviel, ich kenne keine Unabhängige Bar, die nur durch den Verkauf von Martinis, Old Fashioned und Manhattans existiert. Und am Ende des Tages müssen halt überall Rechnungen bezahlt werden, also muss auch irgendwo Geld verdient werden. Aber um auf obigen Inhalt nochmal bezug zu nehmen. Auch wenn die wenigsten Bars nur durch angesprochene Drinks existieren, ist es halt doch schön, wenn man weiss, das man diese irgendwo bestellen könnte.

So, aber nun dazu warum ihr alle bis hierher gescrollt habt: das Gewinnspiel.
Also, wer uns den schönsten Grund liefert unseren Blog regelmäßig zu lesen, bekommt den Preis. Wie ihr das macht... keine Einschränkung. Entweder im Kommentar, oder per email. (info@dieetwasanderenbartender.de)
Schöne Grüße...
Marco

20090724

ein etwas anderes Gin Tasting



fand in den vergangenen Wochen im Hause barfish.de statt.
Nachdem die Tasting Reihe von barfish.de bereits vor einigen Wochen mit dem Rum Tasting begann, wurden im Anschluss Dimi und meine Wenigkeit gefragt, ob wir uns für das Gin Tasting zur Verfügung stellen möchten. Da wir beide eine kleine Affinität zum Wacholdergeschwängerten Destillat haben wurde nicht lang überlegt sondern zugesagt. Nach einigen Problemen in der Terminfindung wurden Einladungen für den 8. Juli verschickt, und wir gingen in die Planung des ganzen. Nachdem die 9 Gins zur Verkostung ausgewählt waren, ging es darum, wie wir den Teilnehmern auf unterhaltsame Weise die Geschichte von Queen Mum's Zaubertrank näherbringen.
Aber berichten wir einfach von Anfang an.
Nach der offiziellen Vorstellung von Tobi haben wir uns nicht lang aufhalten lassen, und sind gleich mit einem Klassiker gestartet. New Orleans Gin Fizz für alle. Da hatte dann jeder schonmal was im Glas, und ein bißchen Bewegung für alle war auch garantiert.

Nach einer kurzen Einführung und einem groben Abriss, wie Gin hergestellt wird, kam der Theaterstadl - Part.
Dimi ging durch die Geschichte des Gin. Ausgehend von Holland, über König Willem von Oranje, einen kleinen Stopp beim Gin Craze und den Werdegang zum klassischen London Dry von heute. Ich durfte dazu in allerlei Kostüme schlüpfen, und dem aufmerksamen Zuschauer das ganze bildlich etwas näherbringen.
Waren wir vor dem Tasting noch ein bißchen nervös, ob das denn so klappen würde wie gewünscht, waren die Lacher auf unserer Seite, und das Publikum zog super mit! Einzig die Kombination aus Kontaktlinsen und Gin-Craze-Brille erschwerte das einschenken der ersten Tasting Runde doch erheblich. Ein wenig im Glas, viel auf dem Tisch war das Motto.
Seis drum. Es ging also an die Verkostung.
Im ersten Flight einen kleinen Überblick von Genever (mit freundlicher Unterstützung von Bols) über Hayman's Old Tom zum klassischen London Dry Gin in Form eines Broker's Gin.

Flight Zwei stand dann im Zeichen der klassisch, aber nicht Standard Vertreter. Zur Auflockerung auch hier ein kleiner Cocktail. Quasi zum Geburtstag natürlich einen Gin Basil Smash.
In Plymouth gestartet ging es in die Heimat nach München zu "The Duke" mit einer kurzen Geschichte von den Jungs der Persephone Destillerie und im Anschluss wieder zurück auf die Insel zum Tanqueray No. 10.
PAUSE
Nachdem sich alle ein wenig gestärkt haben, und durch ein wenig Bewegung die ersten Anzeichen von Gin Craze gelegt hatten kamen wir zum dritten Flight. Vertreter von Gin mit einer nicht ganz alltäglichen Komponente. Selbstverständlich angeführt von Hendrick's mit Gurke widmeten wir uns dann dem Saffron von Boudier, und beschlossen die Runde mit einem Tanqueray Rangpur. Natürlich nicht, ohne diesen im Gimlet zu vermixen, und diesen dann quasi als Abschluss zu reichen.

Eine gelungene Veranstaltung von unserer Seite gesehen. Den Feedback - Bögen nach zu urteilen auch aus Sicht der Teilnehmer.
Vielen Dank an barfish.de und alle Teilnehmer für das rege Interesse und fleissige Mithilfe.

Aufgrund der großen Nachfrage hier nochmal die Rezepte zu den einzelnen Cocktails die
gereicht wurden:

New Orleans Gin Fizz
2cl Sahne
2cl Zuckersirup (1:1)
5cl Gin (in dem Fall Tanqueray)
2cl frischer Zitronensaft
1 glückliches Hühnereiweiss
das ganze lang und kräftig auf viel Eis geschüttelt, und ins Glas abgeseiht. Mit etwas Soda aufspritzen, und zum Abschluss ein paar Tropfen Orange Flower Water drauf geben.

Gin Basil Smash
2cl frischer Zitronensaft
2cl Zuckersirup (1:1)
5cl Gin (wieder Tanqueray)
eine handvoll frisch gezupfte Basilikumblätter
Basilikumblätter im Shakerglas gut andrücken. Restliche Zutaten dazugeben, mit viel Eis kräftig schütteln und durch ein Teesieb finestrainen.

Gimlet
4cl Rose's Lime Juice
5cl Tanqueray Rangpur
Saft einer halben Limette
alle Zutaten in ein Rührglas geben, und mit viel Eis kalt rühren.



20090713

2 Schritte zurück

einer zur Seite, und dann wieder einen nach vorn. Oder: nicht jeder Mensch liebt Klassiker.
Vorweg mal eins, auch ich mag den Trend, das sich wieder vermehrt um Klassiker gekümmert wird, und finde es spannend, mit alten Zutaten und Rezepten zu spielen.
Aber abseits davon gibt es auch andere spannende Themen. Als wir mit Drambuie in London einen Zwischenstopp machten, und ins Trailer Happiness geführt wurden, war ich erstmals seit langem ziemlich von den Socken. Böse Zungen können jetzt sagen, das es daran liegt, das es ein HalliGalli-Drecksau Schuppen ist, wie der in dem ich auch arbeite. Aber ich fand das Tiki Thema spannend, und gleich nach der Rückkehr fing ich an mich mit dem Thema tiefer auseinanderzusetzen, und mir Lektüre zu beschaffen. Schnell war die Idee geboren, eine Spezialkarte mit Tiki Drinks zu machen.
Und schnell waren die ersten Kommentare da: "Tiki, das ist doch nix. Alberne Saftpanscherei." Das Tiki aber mehr ist als Zombie und MaiTai, und das selbst diese Kandidaten in annähernd ursprünglicher Rezeptur fantastisch schmecken, wurde gar nicht erst probiert. Seit nun einer Woche läuft unsere Tiki Karte, und Drinks wie "Suffering Bastard" und "Tora Tora" werden nicht nur wegen der witzigen Namen bestellt. Natürlich kann man nicht mehr alles so machen wie vor 50 Jahren, und wir servieren die Drinks auch in normaler Glasware, und ohne Schirmchen oder ähnlichem, aber es ist ja auch ein Testlauf.
Falernum und Pimento Dram wurden selbst angesetzt, und schmecken meiner Meinung nach ziemlich gut. Auch wenn es mit ein wenig Arbeit verbunden ist. Das Ergebnis lässt sich sehen / schmecken, und kann preislich mit den handelsüblichen Produkten sehr gut mithalten. Hier die Referenz zu Darcy O'Neill, der die Grundlage der Rezepte leiferte. Hab mir dann aber nicht nehmen lassen, sie etwas abzuwandeln bzw. zu erweitern.

Zählen Tiki Drinks nun zu den Klassikern, oder ist es zu Fancy? Zu sehr 80er Revival? Laufe ich damit gegen den Trend, und untergrab ich all die seriösen und ernsthaften Kollegen, die sich um eine hochklassige Trinkkultur bemühen? Ganz ehrlich... Ist mir ziemlich wurscht.
Wenn ich ehrlich bin, betrachte ich den momentanen Trend eh mit gemischten Gefühlen. Immer öfter denk ich mir, das einige Kollegen vergessen, das sie eine Dienstleistung betreiben, und nicht Lehrer sind. Einem Gast etwas zu empfehlen oder einem Gast zu sagen, das er eigentlich keine Ahnung hat, sind definitiv zwei Paar Schuhe. Auch ich freu mich nicht über jeden Mojito-Bon der reinflattert, und kann Caipirinhas auch nicht mehr sehen. Aber wenn es jemand trinken will. Bitteschön.
Und jetzt zum Thema "zwei Schritte zurück". Ich würde lügen wenn ich sagen würde, ich hab noch nie über andere Lokale gelächelt, oder einen unbedachten Spruch fallen gelassen. Deswegen jetzt die beiden Schritte nach hinten. Erst hinterfragen und anschauen, bevor ich mir eine Meinung bilde. Betrachten, was für ein Konzept dahinter steht, ob eine andere Zielgruppe bedient wird, und ob es nicht auch an anderen Konzepten etwas gutes, eigenes gibt. Das wäre dann der Schritt zur Seite. Und den Schritt wieder vorwärts mach ich dann, indem ich weiterhin nicht jedem Trend folgen muss. Weiterhin das mache, was mich momentan am meisten interessiert, und wenn es Tiki und Fancy ist, dann soll es das sein.

20090609

NOT SERIOUS

Ich mag die frühen Abendstunden, wenn die ersten Gäste in die Bar kommen, und man noch persönlich etwas aufzwingen, ähm anbieten kann. So auch vor kurzem, als eine freundliche, witzige Dame sich einen Whiskey Sour gewünscht hat. Meiner persönlichen Vorliebe folgend empfahl und mixte ich einen Maker's Mark Sour, und sie war gleich so angetan, das sie mich fragte, ob ich den denn selbst erfunden habe. "Nein, sie trinken einen handelsüblichen Sour, ich habe lediglich unseren Pouring-Whiskey gegen einen anderen getauscht!" Darauf strahlte sie mich an, und sagte: "Na, da muss man aber auch erstmal drauf kommen!"
Da hat sie natürlich Recht, und so machte ich mich gleich nach Feierabend an die Arbeit, und schrieb ein Cocktailbuch mit all meinen Eigenkreationen. Darunter viele Fizzes (Tanqueray, Beefeater, Cadenheads Fizz), einige Margaritas (El Jimador, Corralejo oder Gran Centenario) und meinen besonderen Stolz diverse Coladas (Myers', Appleton 12, Zacapa 23). Sollte ein Verleger an einer Veröffentlichung interessiert sein, würd ich bei der Covergestaltung gern mitreden. Wen Barkeeper mich jetzt auf Ihrer Karte erwähnen freue ich mich sehr.
Bis dahin geh ich jetzt noch ne Runde arbeiten.
Prost!

20090606

ich hab den längsten ! oder warum ich der schechteste bartender münchens bin. . .

vor geraumer zeit hatte ich eine unterhaltung mit einigen kollegen, was den besuch in einer bar denn so angenehm macht, dass man gern wiederkommt und was dabei die wichtigste rolle spielt, oder was einen guten bartender ausmacht. nach einigen stunden und mehreren drinks, kann ich leider nicht mehr so genau sagen was denn die eigentliche frage des abends was, aber es ging wohl im großen und ganzen darum. die meinungen darüber gingen, so wie der geschmack bei drinks weit auseinander. für den einen ist es eine wiederholung wert wenn er einen ( für ihn ) perfekten drink bekommt. dabei ist es aber weniger wichtig wie, oder was der bartender macht. für den anderen ist der drink nicht so wichtig, dafür aber legt er großen wert darauf vom bartender unterhalten zu werden. in welcher art auch immer. dem dritten wird man gerecht, wenn man fachmännisch alles richtig macht, also den drink fachgerecht herstellt. ( wenn ihr nur wüsstet wie sehr ich diese aussage für blödsinnig halte ) der vierte im bunde setzt voraus der der bartender fachlich korrekt arbeitet, ( da is es wieder :-) ) einen perfekten drink zaubert und dabei fachsimpelt über die entstehung des drinks.
meiner meinung nach ist es einfach wichtig ein guter gastgeber zu sein und zu versuchen sich auf die gäste einzustellen. denn der besuch einer bar und die damit zusammenhängende empfindungen und der eindruck den man gewinnt sind genau so subjektiv wie der geschmack.
und meiner einer, frägt sich nach so vielen aussagen; bin ich ein guter bartender ? ein guter gastgeber ? ich wüsste nicht ob ich diese frage beantworten kann. beurteilen werden mich die gäste, tag für tag. und wenn sie wiederkommen, ist es für mich ein großes kompliment und ein zeichen doch nicht alles falsch gemacht zu haben. doch es gibt auch die andere seite: vor geraumer zeit betraten zwei damen ( damals noch anna hotel ) die bar. zu diesem zeitpunkt war ich im backoffice und genoss personalessen. die damen nahmen an einem fleckchen an der bar platz. es öffnet sich die tür, ich komm rein und sehe die beiden damen und bemerke just, wo die sind, sitzt schon einer. ( der war wohl grad eine rauchen, oder in der keramikabteilung oder sowas ) nun denn. ich natürlich gleich hin und erstmal begrüßen. doch als ich nicht einmal die begrüßung zu ende gesprochen hatte, kam auch schon der mann dazu, dem dieser sitzplatz gehört, und weist die damen darauf hin, dass der platz bereits besetzt ist. ich bestätige dies und blicke in vier entsetzte augen. " dass hätten sie uns doch gleich sagen können das hier besetzt ist, dass ist doch wohl ihre aufgabe, also wirklich..." die dame saß zu diesem zeitpunkt nicht einmal, geschweige denn dass sie ihre jake bereits ausgezogen hatte. dass alles passierte in ca 30 sekunden ! für den rest des abends und wohl für den rest meines lebens, war ich für diese frau der mieseste gastgeber der welt. sie bestätigte dies nochmal als sie sagte: "...von ihnen möchte ich nicht mehr bedient werden, sie sind wirklich der schlechteste barkeeper münchens..." ich hab mir darauf hin ein t-shirt bestellt mit der aufschrift - schlechtester bartender münchens -
egal was ich versuchte, egal wie freundlich ich war, für sie war ich an diesem abend kein guter bartender. und mal ehrlich, wer kennt das nicht. man geht irgendwohin, wo es angeblich toll sein soll, und dann, alles scheiße. service schlecht, drinks schlecht, essen schlecht. geht ein zweites mal hin. ein drittes, ein viertes. wenn es dann immer noch schlecht ist, vergesst es. aber lasst euch bitte nicht von EINEM besuch abschrecken. jeder hat mal nen beschissenen tag, und auf blöd, wart IHR an diesem tag da. ich spreche aus erfahrung. mir ist es so ergangen mit einer berühmten bar in münchen. meiner meinung nach kann man ein lokal nicht nach einem besuch beurteilen. und erst recht nicht einen bartender.
ich versuche tag für tag ein guter bartender zu sein, und ein guter gastgeber zugleich.
es grüßt, der schlechteste bartender münchens.

20090531

Aamen gold


Es ist jetzt schon einige Zeit her, aber ich will das Thema nicht unter den berühmten Tisch fallen lassen. Vor wenigen Wochen bekam ich mit der Post ein Päckchen. Eigentlich immer ne schöne Geschichte, grad dann, wenn man eigentlich keins erwartet. Inhalt des Päckchens war eine Flasche Likör aus GSA, und ein "Anschreiben". In zwei Sätzen wurde ich mit dem Likör bekannt gemacht. "Na, Überraschung gelungen? Viel Spaß beim testen, wir freuen uns auf dein Feedback!"
Überraschung? Ja! Gelungen? Nein, nicht wirklich. Man könnte das versenden solcher Päckchen auch als Spam verstehen. Ich mach es jedenfalls, wenn es so daherkommt. Wär es so schwierig gewesen ein Anschreiben zu verfassen, welches einem das Produkt vorstellt? Ich denke nicht. Sei es drum. Ich machte mir also die Mühe, und schrieb den Hersteller an. Wieso bekomme ich dieses Päckchen, wa soll das für ein Likör sein, wo kommt er her, woraus wird er hergestellt, wen wollt ihr damit erreichen. (Zitate der Spefra GmbH, dem Hersteller, werden fett dargestellt)
wir sind durch Mundpropaganda aus der Barszene auf Sie aufmerksam gemacht worden. Nett gebauchpinselt, aber ich bin mir dann doch bewusst, das vor meinem Namen in Münchens Barszene noch ein paar andere genannt werden. Sie sind einer der wenigen die ausgesucht wurden, unser neues Produkt auf Herz und Nieren zu testen.
Seid doch so ehrlich, und sagt, das ihr deutschsprachige Blogs gesucht habt, und dem Verfasser das Produkt geschickt habt. Unter anderem den Cocktailwelten. Ehrlichkeit voran.
Meine Fragen zum Produkt an sich wurden ansatzweise beantwortet: - Die exakte Mischung der Zitrusfruechte moechten wir nicht verraten, jedoch stammen diese alle aus Suedeuropa. Das genaue Rezept wollt ich auch nicht wissen, aber welche Früchte überhaupt hineingelangen doch irgendwie. - AAMEN®gold verzichtet komplett auf kuenstliche Farb- sowie Aromastoffe. Steht ja auf der Flasche. Davon wär ich also ausgegangen. - wir bieten eine sehr interessante Preisstaffelung fuer Haendler an, die UVP liegt bei 16,80 EUR /Flasche Ob das ein wirklich interessanter Preis für die 0,5l Flasche ist sei mal dahingestellt. AAMEN®gold ist primaer in der Szenegastronomie zuhause - Interessenten koennen jedoch auch AAMEN®gold
online kaeuflich erwerben
. Soso... na dann schauen wir doch mal wie Gastrotauglich das Produkt ist.
Ich hatte das gleiche Problem mit dem Verschluss, das der Sicherheitsring nicht abbrach. Brauchte also eine Zange zum öffnen. Aber ich denke eine Zange ist in jeder Bar zu finden.
Die Flasche an sich ist unpraktisch im Handling, der Deckel schliesst nach erstem öffnen nicht mehr, und ausgiessen ohne kleckern ein Ding der Unmöglichkeit. Geschmacklich kann man bestimmt drüber streiten, aber mir war es zu süß und klebrig. aufgelöste gelbe Nimm2. Nicht meins. Zur Mixability muss ich gestehen: Ich habe nix gefunden. Entweder ging der Geschmack sofort unter, oder es kam einfach nur eine dominante Süße durch. Aber keine speziellen Aamen-Aromen. In meinen Augen ist das Produkt also auf ganzer Linie durchgefallen. Aber das mag am Ende des Tages jeder für sich entscheiden.
Aber was mich am meisten stört ist der Kommunikationsweg. Wenn jemand wirklich meine Meinung wissen will, find ich es gut, den Weg der direkten Kommunikation zu gehen. Zumal die Firma in München sitzt, und es von daher ein leichtes gewesen wäre.
Gestern erreichte mich dann die email von mixology-helmut. Der Hersteller hat im Mixology-Forum über seine "Erfahrungen" mit Aamen-gold berichtet. Geschickterweise auch noch unter dem Benutzernamen seiner Firma. Sehr clever. Das Helmut den Eintrag wieder gelöscht hat kann ich nachvollziehen. Ich zitiere: Hi zusammen,

habe vor kurzem von diesem neuen Likör AAmen gehört. In Augsburg konnte ich es dann mal probieren. Die Optik ist super, die Farbe (angeblich ohne Farbstoffe) schön knallig gelb. Geschmacklich erinnert es mich sehr an Nimm 2 Bonbons. Hatte eine Sprizz Version mit Soda und Weißwein - muss sagen, schmeckt wirklich erfrischend und ist eine echte Aperol Alternative. Klar, die harten Aperol Fans koennen wahrscheinlich mit AAmen nicht soviel anfangen, jedoch ist es hier in München eine echte Alternative zum Aperol Boom der letzten 2 Jahre. Ich werde mir bestimmt des öfteren einen AAmen Sprizz gönnen ;-) ....bin mal gespannt welche Bar in München zuerst AAmen anbietet. Aas meint Ihr zu AAmen? Habt Ihr schon davon gehört und/oder getestet?

Ich werde keine Urheberrechte auf meinen Nimm2 Spruch (den ich der Spefra GmbH in einer ausführlichen email schon mitgeteilt habe) erheben. War schliesslich der Eindruck von allen, denen ich einen Probeschluck aufgezwungen habe. Also, ob das Produkt etwas ist, muss jeder selbst entscheiden. Aber was den "any publicity is good publicity" Kommunikationsweg angeht, sollte der Hersteller vielleicht noch an sich arbeiten.
Ich werde einfach den Verdacht nicht los, das man mit einem billigen Produkt in einer stylischen Flasche ne "schnelle Mark" machen möchte. Von meiner Seite aus soll es deshalb die letzte Publicity sein. Hab eh schon zu viel Zeit dafür aufgebracht.

P.S. Wie mir der Hersteller mitteilte, wird meine Kritik beim nächsten Produkt, Aamen black, berücksichtigt werden. Ich bin nicht gespannt.
P.P.S.
Wer sich mal den Firmenblog anschaut, bekommt den Eindruck, das man selbst nicht so überzeugt ist. Außer Werbung findet man dort nix. Keinen Eintrag über das Produkt an sich. Scheinen also zu wissen, was sie da vertreiben.

20090527

Drambuie Pursuit "die zweite"


So, nachdem sich die Knochen erholt haben, trudeln die ersten Bilder ein, und erinnern einen wieder daran, wieso die Kalkdinger so schmerzten.
Die schönsten Eindrücke dürften auf: www.club1745.com zu finden sein.
Viel Spaß damit...

20090515

Drambuie Pursuit

Zum vierten Mal lud Drambuie (in Form von Team Spirits und Connaisseur Events in Deutschland) zum Drambuie Pursuit nach Schottland, genauer gesagt in die unglaublichen Highlands zwischen Inverness und der Isle of Skye ein um die legendäre Flucht von Bonny Prince Charles vor einigen hundert Jahren nachzuspielen. Der Legende nach flüchtete dieser vom Colloden Battle Ground nach der verlorenen Schlacht durch die Highlands und versteckte sich auf der Isle of Skye. Zum Dank für die Zuflucht schnenkte er seinem Gönner das Rezept für Drambuie nach dem der Likör noch heute hergestellt wird.
Nachdem sich im Januar das deutsche Bartender Team gefunden hatte, ging es vergangenen Freitag erst einmal nach London, wo sich alle Teams trafen, abends gemeinsam gegessen haben, und sich ein Teil danach noch ein paar Bars in London anschaute. Rene Förster musste leider kurzfristig absagen, und für ihn rückte Stephan Hinz nach, der uns einige hervorragende Bars in London zeigen konnte.
Am Samstag wurden wir dann in aller Frühe nach Inverness geflogen, wo wir uns nach kurzer Busfahrt mit den restlichen Teams aus Kanada und den Staaten am Colloden Battle Ground trafen. Eine kurze Führung über das Schlachtfeld, und durch das Museum, begleitet von vielen Dudelsäcken und neugierigen Blicken, wer denn wohl die gut 50 Menschen sind, die da alle in den gleichen Klamotten rumstolzierten, dann noch was gegessen, und es ging wieder in den Bus. Loch Ness, die ein oder andere Ruine im Eiltempo, und abends waren wir am Eilaen Donan Castle. Dort gabs nochmal was für den Magen (wieder kein Haggis wie Basti und ich leicht enttäuscht feststellten), und dann kamen die ersten Sicherheitseinweisungen für den nächsten Tag. Schnell noch mit Pfeil und Bogen die Startplatzierungen für den Sonntag rausgefunden, und ab ins Camp. Camp trifft es sehr schön. Ein schöner Platz direkt am Wasser. Einige Militärzelte mit Feldbett und Schlafsack, ein Barbeque, und ein Lagerfeuer mit Bier und Wasser für alle Teilnehmer. Die einen fanden es super. Zwei Kandidatinnen zogen es allerdings vor auf der Ladefläche des Materialtrucks zu nächtigen. Ob dies am matschigen Untergrund oder an ihren potentiellen Zeltmitbewohnern lag, sei mal dahingestellt.
Sonntag morgen 6:00 wecken. Fiese Uhrzeit. Schnell die benötigte Kleidung für den Tag sortiert, Sachen in den Teamwagen gepackt, und los gings auf die Isle of Skye zum Zap Cat Rennen. Leichtgewichtige Rennbote mit 50 PS Motoren, die quasi keinerlei Wasserverdränung haben, und deswegen gute 50Meilen pro Stunde erreichen. Ganz zu schweigen von den 3G die in Kurven erreicht werden können. Also gut festhalten, und geniessen. Sollte man Geschwindigkeit mögen genau das richtige.
Nachdem alle Ihre Runde gedreht hatten, ging es zu Fuss zur Ruine um die Drambuie Kiste abzuholen, die man dann bis ins Ziel tragen musste. Ich war derjenige von uns der laufen durfte. Eher mäßig erfolgreich, aber die Platzierung bis dahin verteidigt.
Wir wurden dann wieder zum Eilaen Donan Castle, wo wir Basti aus dem Teamwagen schmissen, und er Uphill Mountain Bike exerzieren durfte. Wir sind die gleiche Strecke mit dem Auto gefahren, und ich hätte für keinen Preis tauschen wollen. (Hab ich schon erwähnt, das ich in den nächsten Jahren keinerlei Bergaufstrecken mehr hochgetrieben werden möchte?) Im Stile einer echten Bergziege bewältigte er die 205 Höhenmeter auf 3,26 kilometer verteilt in wahnsinnigen 15 Minuten, und schickte die restlichen 3 dann zu Fuss weiter bergauf, wo wir auch nochmal 200m Höhenunterschied hinter und liessen. allerdings auf 1,6km. Also zum teil auf allen Vieren. Oben angekommen mussten wir über einen hyperventilierenden Kanadier klettern, und dann eine 15m Steilwand hoch, um uns auf der anderen Seite wieder abzuseilen, und den Berg wieder runterzulaufen. Wir hatten zwar den ganzen Tag strahlenden Sonnenschein, aber die Tage zuvor hat es durchgehend geschüttet so dass "moorastiges Geläuf" ein sehr verniedlichender Begriff wird. Bleibt festzuhalten, das der Sommer in Schottland dieses Jahr an einem Sonntag war.
Zwischen den Events war immer eine kleine Pause im Teamwagen, in der man komplett runtergefahren ist, und ich die meiste Zeit gepennt habe. (Nur einer im Team wohl noch mehr).
Dann ging es zum Rafting. Kurze Einführung und schon waren wir auf dem Fluß. Alle mal unterm Boot durchtauchen (Schottisches Wasser ist schon frisch) und gegen den Strom paddeln, und dann war man eigentlich fertig, und konnte zum Downhill übergehen. Anfangs ne nette Strecke bergauf (nie wieder) und dann querfeldein wieder runter den Berg. Oft auch mehr Augen zu und durch, und ich war Gott sei Dank nicht der einzige der den Salto über den Lenker geprobt hat. Aber Stefan werden alle Schmerzen nachträglich versüßt. Und meine Blessuren schwinden auch langsam. Die nächste Station war dann Race Buggy fahren. Etwas abgekürzt, weil der Zeitplan langsam eng wurde, sind nur zwei Fahrer angetreten, und es war beinahe erholend im gesamten Tagesablauf. Die Pause zum letzten Stop wurde dann etwas lang, und ein deftiges Barbeque zwischendrin ist irgendwie auch keine perfekte Sportlernahrung. Außerdem gabs wieder kein Haggis. Dafür aber die erste Erkenntnis, das anscheinend in jedem Körperteil Muskeln stecken, die sich auf ihre eigene Art für Bewegung bedanken. Kurz vor Inverness wurden wir dann wieder ausgesetzt, um den Rest der Strecke mit Kanu und zu Fuss hinter uns zu bringen. Die eine Hälfte ging erstmal baden, die andere saß auch nicht perfekt im Kahn, aber kam vergleichsweise trocken wieder an Land. Schnell die Holzkiste geschnappt, und die letzten Meter ins Ziel gelaufen, wo wir dann vollkommen geplättet (ich) oder frierend (die Kenterer) ankamen, und mit unserer Platzierung gut leben konnten. Zumal das andere deutsche Team (vom Playboy) das ganze Ding gewonnen hat. Glückwunsch nochmal an dieser Stelle.
Siegerfoto, gratulieren, ein wenig quatschen, (eine rauchen), und dann ab ins Teamhotel, um sich für das Dinner fertig zu machen. Ein unglaubliches Landhotel erwartete uns, um den Drambuie Pursuit gebührend zu feiern. Leckere Cocktails (Drambuie + Ginger Beer kann ich da empfehlen), ein leckeres Buffet mit viel schottischem Lachs und ein Auftritt der "Red Hot Chili Pipers" rundeten den Abend ab, und entschädigte ein wenig für die Strapazen. Ich war dann aber kurz nach Mitternach auch ziemlich froh ins Bett zu dürfen.
Ach ja, Sean "Stiffler" William Scott gab noch eine kleine Ansprache, nachdem er sich tagsüber ein wenig geschont hatte. Ich glaub der ist n ganz cooler Typ, aber irgendwie ist dieses Celebrity-Ding nicht meins, also kein großes befassen damit.
Ein riesengroßes Dankeschön an Connaisseur und Drambuie (speziell Andrea und Christopher) für die Einladung nach Schottland. Es war ein wahnsinns Wochenende, und ich freu mich schon auf unser Nachtreffen in Frankfurt. Spätestens dann wird es hier auch noch ein paar Bilder zu letztem Sonntag geben.

20090509

-benimmregeln für anfänger-

meine damen und herren, da hat mir einer aus der seele gesprochen, oder soll ich lieber sagen geschrieben.
bei uns im backoffice gefunden, als printmedium, und hier nun digital zum veranschaulichen. ein meisterwerk !
viel spaß beim lesen :-)
bitte klick mich an.

20090505

Rum Tasting bei barfish.de



Letzten Donnerstag war es soweit. Die Herren Von barfish.de luden in Ihre Hallen zu einer Rumverkostung ein. Es wurden 9 verschiedene Rumsorten und ein "Special-Guest" verkostet. Vornehmlich richtete sich die Veranstaltung an Endverbraucher, und so versammelten sich knapp 30 "Rumtrinker" um von Emanuele Ingusci durch den die Verkostung geführt zu werden.
Verkostet wurden unter anderem ein Black Cat, Riviere du Mat und Rum Nation Demerara. Insgesamt wurden alle Geschmacksrichtungen bedient, und Emanuele wusste mit Informationen zu jedem Produkt zu überzeugen. Einen geographischen Faux-Pas wollen wir mal darauf zurückführen, das das Zeug wirklich überall hergestellt wird. Da kann man schonmal was verwechseln.
Das Probieren von Zuckerrohrmelasse dürfte für die meisten etwas ganz neues gewesen sein (kennt jemand diesen Zuckerrübensirup aus der gelben Dose? schmeckt so ähnlich!), und auch der "Special Guest", ein 20jähriger Ron Centenario aus Costa Rica wusste vollends zu überzeugen. Mein persönlicher Favorit, seit Diageo sich um die Geschichte von Zacapa kümmert.
Es war die erste Veranstaltung dieser Art, die von barfish durchgeführt wurde, und dürfte vor allem für den Endverbraucher sehr informativ gewesen sein. Ein durchweg perfekt organisierter Abend, und ich habe große Hoffnung das Veranstaltungen dieser Art demnächst öfter stattfinden. Einziger Wermutstropfen aus meiner Sicht war das kalte Buffet. Es gab nämlich keins. Das knurren aus meinem Magen wurde aber übertönt von vielen "AHS" und "OHS" die einer der Organisatoren durch seinen speziellen "Tiki-Haircut" passend zum Abend hervorrief.
Tobi, du hast die Haare schön, und ich hoffe, dass noch viele weitere Tastings stattfinden, und dass du jedesmal einen solch guten Moderator findest.
Danke an das barfish Team und Emanuele für die tolle Veranstaltung.

20090428

für löwen wie du und ich

so hieß es in der werbung für heinrich dry gin um 1963. zu glück bin ich löwe, und somit prädestiniert diesen gin mein eigen zu nennen. leider weiß ich nicht viel über dieses erzeugnis aus der likörfabrik berlin, denn es sind fast keine informationen im umlauf. darum, wenn jemand ne info hat, her damit. was ich allerdings weiß ist dass er früher wohl in kombination mit orangensaft empfohlen wurde, und zudem gab es lustige gläser, die man nach "durstgrag" befüllen konnte, wobei wenig mit "für anfänger" und ein volles glas mit " für wilde" bezeichnet wurde. meiner meinung nach sehr gute werbung für die damalige zeit.
bei so vielen löwen, wär er mit sicherheit hier gut aufgehoben.


Nachtrag: ICH WILL SO EIN GLAS !!!

20090427

trollinger2punkt0

auch ich habe den tollen drilling bekommen und muss gestehen, er stand einige tage nur so rum. ohne irgendwelche beachtung. ganz unscheinbar und klein. doch eines tages trat er die reise mit mir an, in richtung arbeit, um die vermählung mit anderen flüssigkeiten zu vollziehen und um sich zu beweisen. um zu beweisen dass man doch was draus machen kann, und um sich selbst zu beweisen.
inspiriert von den nachbarn machte ich mich ans werk, und siehe da, first try und voll ins blaue.
meine damen und herren, der
trollinger fresh up

  • 8 cl trollinger (habe dafür mal den fauna genommen)
  • 2 cl tripple sec
  • 2cl läuterzucker
  • 2cl limettensaft frisch
  • 1 cl chambord
  1. ein minzstangerl im trinkgefäß leicht andrücken
  2. wein, tripple sec, zucker, limettensaft und chambord im rührglas kurz kühlrühren
  3. crushed ice ins trinkgefäß füllen und kühgerührten cocktail drauf
  4. mir einigen beeren der saison und etwas minze garnieren
  5. und genießen

20090414

paprikano

mit paprika kann man viele lustige sachen machen, so wie aufstriche, soucen, oder eben nen lecker drink. während andere die zeit damit verbrachten sich darüber gedanken zu machen wie man denn am besten die eier unters volk bringt zu ostern, habe ich mich damit beschäftigt wie ich denn die lecker paprika ins glas bekomm. in flüssiger natur, versteht sich. alles andere wär ja keine herausforderung. was soll ich sagen, herausgekommen ist folgendes: ein noch namenloses, aber sehr schön erfrischendes gertänk mit roter paprika auf gin basis. nennen wir ihn mal paprikano. hat jetzt weniger was mit den festtagen zu tun, dafür passt er aber gut zu den temperaturen die wir die tage gerade erleben dürfen, hier, südlich des weißwurstequators.


  • 1/4 paprika ( rot )
  • 1/2 limette ( saft )
  • gut andrücken
  • 4 cl g-vine floraison
  • 2 cl zuckersirupp ( 1:1 )
  • 1 dash tabasco
das ganze im shaker gut durchrütteln, im tumbler auf viel eis, mit orangenzeste abspritzen und genießen...

20090413

Osterlikör

Nachdem die Cocktailwelten gestern schon darüber berichteten, bekam ich gestern in der Arbeit auch Lust auf Omas Zaubertrank.
Mangels Vanillezucker musste ich allerdings ein wenig improvisieren, und Kreativität walten lassen. Also schnell 3 Eigelb in nen Topf, 200g Puderzucker dazu, und dann unter den Hamilton gesteckt. gab ne schöne Puderzuckerwolke! Also doch von Hand mixen. Ein Schuss Sahne dazu, und dann überlegen, wie man Vanille und Spaß im Glas dazu bekommt. Korn hatte ich auch keinen. (Herr Schulz, denken sie mal drüber nach) Also einen schönen Schuss dunklen Rum, einen noch schöneren Schuss Absolut Vanilla, und noch ne Runde aromafreien Wodka drauf. Gut schütteln und ein wenig kalt stellen. Und dann seine Gäste zum Osterfest mit einem Gläschen überraschen. Witzigerweise kamen nur "oh, lecker", und nie "igitt Eierlikör". Anscheinend hat jeder also nur gute Erinnerungen an den ersten Versuch von Omas Bestem.
Heut gibt es noch ne Runde... Dann ist erstmal Schluss, bis nächstes Jahr.

20090409

Münchner Barzirkel

Man mag es kaum wahrhaben, aber für den gestrigen Mittwoch gibt es aus München nur positives zu berichten. Nur nebenbei soll erwähnt bleiben, das die Freude über den Untergang des Rekordmeisters noch anhält. Nicht unerwähnt aber soll bleiben, das auch etwas großartiges geschaffen wurde.
Und das ist passiert.
Kaum sah man die Sonne (also ich sie... sie sah mich wohl schon länger), kamen zwei handvoll unerschrockene Bartender aus den verschiedensten Münchner Bars zusammen, um den Münchner Barzirkel zu gründen. Im Vordergrund stehen der gegenseitige Austausch, gemeinsame Aktionen, und der Wille, sich stetig zu verbessern und weiterzubilden. Schnell stellte sich heraus, das sich eine Truppe gefunden hatte, deren Interessen sich wunderbar ergänzen, und in der jeder Einzelne etwas zum gelingen des ganzen beitragen kann.
Es wurden Ideen ausgestaucht, und ein regelmäßiges zusammen kommen vereinbart. "Hauptquartier" des ganzen soll Emanueles Barroom sein, wofür an dieser Stelle ein riesen Dankeschön ausgesprochen werden soll.
Wir werden sehen, was sich entwickelt, und an dieser (und evtl. anderer) Stelle auf dem laufenden halten.
Bis dahin, Frohe Ostern, dicke Eier, und was man sonst noch so wünscht.

Macht euch ne schöne Flasche auf zum Osterfest.

20090408

Das erste Mixology - Masterbattle

... und es geht um Tee.
Na hoppala dacht ich heut bei der Lektüre des Mixology Blogs. Zum Thema Tee gleich 9 Kommentare? Schaun mer mal, was da geht. Und ich traute meinen Augen kaum, ich durfte Zeuge vom ersten mir bekannten "Mixology-Master-Battle" zwischen Redakteur und User werden.
Es wurden Handschuhe geworfen, mit Korken geschossen und mit heißem Wasser gekocht.
Werter Leser, es geht um Tee. Nicht um Wodka vs Gin, Whiskey vs Rum... Nein, um Tee.Klar kann man alles was flüssig ist, und Aromen trägt in Cocktails verarbeiten, aber allein der Gedanke, das ich einen Gast sagen höre "Aber wieso kann ich keinen Tee bekommen, wenn ihr den doch auch in Cocktails macht!", verbietet mir allein die Idee, Tee aufzusetzen, und damit zu arbeiten. Mein linkes Auge bekommt schon ein nervöses Zucken, wenn ich gegen Mitternacht nach Latte Macchiato (gern auch Matjschatu) gefragt werde.
Und, egal ob aus der Packung oder frisch gebrüht, ich finde meinen Tee am allerbesten mit einem Schuss Milch, zwei Löffeln Zucker, und den Tee durch heisses Wasser, das mit Druck durch gemahlene, geröstete Kaffeebohnen gepresst wurde ersetzt. Aber bitte nur vor Sonnenuntergang.
Danke

20090327

wenn der postmann zwei mal klingelt . . .


. . . bringt er meist was gutes. so auch heute geschehen in der casa del petri. eine flasche jägermeister gin fand den weg in mein wohnung. bis vor einigen tagen wusste ich nicht einmal dass es so was überhaupt gibt...
jägermeister schrieb mir dazu: . . . können wir Ihnen mitteilen, dass es sich bei dem Jägermeister-Gin um ein Produkt handelt, welches in der Zeit von 1950 bis 1969 von unserem Unternehmen produziert und vertrieben wurde. Insofern liegt Ihnen hier eine Flasche vor, die bereits mehr als 40 Jahre alt ist und somit zu den seltenen Exemplaren unseres Hauses zählt.

ich freue mich schon auf sein nächstes klingeln. . .

Wo der Marco auf die Etikette achtet

Gibt es durchaus Dinge, wo ich auf die freie Entfaltung der Persönlichkeit achte (zum Beispiel rauchen, wenn man mich lässt), so kommt es auch hin und wieder vor, das es gewisse Verhaltensregeln gibt, die er für wichtig hält.
Es war ja schon ein paarmal Thema in anderen Blogs, und ich habe die Aufregung nie so ganz verstanden, aber manche Brand Ambassadors sollten drüber nachdenken, einen Knigge Kurs zu besuchen. Waren meine Erfahrungen bisher meist positiver Natur, wenn ein Abgesandter großer Spirituosenmarken seine Aufwartung machte, kam es diese Woche zu eher unschönem Vorfall:
Ein geschätzter Kollege betritt mit 2 Bekannten unsere bescheidene Bar. Beide Begleiter waren mir bis dahin vollkommen unbekannt. Kurzes Hallo sagen unter Kollegen, dann die Begrüßung des ersten Unbekannten.
- Guten Abend, welches Produkt XY verwendet ihr denn für eueren südamerikanischen Exportschlager?
- Selber Guten Abend, darfs auch was zu trinken sein, oder machen wir nur ein Interview?
- Ja, trinken auch. Aber was benutzt ihr denn?
- Produkt Z, darf ich evtl. einen servieren?
- Nein, ich nehm nen Mojito, egal welcher Rum, aber wieso nehmt ihr denn nicht Produkt Q?
- ....
Auf dem Niveau plätscherte das Gespräch noch ein wenig vor sich hin, und es wurdeauf der anderen Seite der Bar reichlich über Produkt Z gelästert, und im Gegenzug alle Vorteile von Produkt Q in den Himmel gelobt.
Ich zog mich aus der Unterhaltung zurück, und kümmerte mich ein wenig um meinen Nikotinpegel, und achtete bei weiterer Konversation peinlichst darauf, keinerlei Anspielungen auf bestimmte Markenspirituosen zu machen.
Umsomehr überraschte, und begeisterte mich gegen Ende dann der andere Unbekannte, als er mir eröffnete in vergleichbarer Position unterwegs zu sein, und ob er meine Kontaktdaten haben könne, um sich in den folgenden Tagen mal zu melden, und gegenseitige Interessen abzuklopfen.
So geht es dann also auch. Und mit der Hoffnung, das dieses Verhalten Schule macht, verabschiede ich mich ins Wochenende!

Ähnlichkeiten mit realen Personen oder Gegebenheiten sind nicht zufällig.

Gnarf!

Wir wurden angeschwärzt. Und das zu Recht. Beinahe täglich ziehen wir durch die Stadt, und verschleppen unschuldige Passanten in unsere Bar, schliessen Sie dort ein, und qualmen Ihnen die Ohren zu. Nur verständlich also, das eines unserer Opfer sich jetzt bei der Stadtverwaltung beschwert hat. Seit ca. 2 Jahren hält ja das Nichtraucherschutzgesetz uns nun in Atem, und eine Nikotinguerilla wie wir, muss sich da hin und wieder Anfeindungen aussetzen. Manchmal sogar von lieben Personen, die vor kurzem das rauchen aufgegeben haben, und jetzt so tun, als wär es schon immer das schlimmste Verhalten der Welt gewesen.
Aber sei es drum, das kritisieren ist das eine, und sei jedem selbst überlassen. Aber einen Barbetreiber anzuschwärzen, weil dieser seinen Gästen erlaubt in seinen Räumlichkeiten zu rauchen, grenzt schon an einer klitzkleinen Persönlichkeitsstörung. Ab jetzt sind wir also wieder gezwungen, die Namen derer, die wir an die Bar Ketten, und sie zwingen Nikotin einzuatmen, aufzuschreiben. Ab jetzt also wieder eine Liste, das Karl Arsch, Rudi Völler und Sigmund Freud regelmäßig bei uns ein und ausgehen.
Aber ein Ende ist in Sicht. Der Gesetzgeber sagt, wir müssen das nur bis zum 1. August machen. Dann tritt das neue Gesetz in Kraft, und wir können wieder machen was wir wollen.
Mein Wort zum Freitag: Deutschland, deine Exekutive, und die hier lebenden Milimeterficker langweilen mich gehörig.